Häufige Fragen

Was bedeutet ein Knoten in der Schilddrüse – muss ich mir Sorgen machen?

Die Diagnose eines Schilddrüsenknotens löst bei vielen Betroffenen zunächst Sorgen aus, ist aber in den allermeisten Fällen kein Grund zur Panik: Über 90 bis 95 Prozent aller festgestellten Schilddrüsenknoten sind gutartig (benigne). Schilddrüsenknoten zählen zu den häufigsten Zivilisationsbefunden – ab dem 50. Lebensjahr trägt fast jeder zweite Mensch unbemerkt einen oder mehrere Knoten in sich.

Knoten entstehen, wenn sich Schilddrüsenzellen an einer Stelle vermehren oder Flüssigkeitseinlagerungen (Zysten) auftreten. Häufige Ursachen sind Jodmangel oder genetische Faktoren.

Unterschieden wird medizinisch vor allem zwischen:

  • Heißen Knoten: Diese Gewebebezirke produzieren eigenständig und ungebremst Hormone, was zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen kann. Heiße Knoten sind nahezu immer gutartig.
  • Kalten Knoten: Diese Bereiche produzieren keine oder kaum Hormone. Da bösartige Veränderungen fast immer „kalt“ sind, bedürfen kalte Knoten einer genaueren Abklärung und regelmäßigen Verlaufskontrolle, auch wenn auch hier die Mehrzahl gutartig ist.

Wann sollte ein Knoten abgeklärt werden?

Symptome treten meist erst ab einer gewissen Knotengröße auf: Druck- oder Engegefühl am Hals, Schluckbeschwerden, wiederkehrende Heiserkeit oder ein sichtbarer Knoten.

Die endokrinologische Abklärung umfasst neben den Blutwerten (TSH, freie Hormone, Calcitonin) einen hochauflösenden Ultraschall zur Einstufung nach internationalen Kriterien (TIRADS). Bei Bedarf ergänzen eine Szintigraphie (zur Unterscheidung heiß/kalt) oder eine schmerzarme Feinnadelpunktion die Diagnostik, um bösartige Zellveränderungen sicher auszuschließen.